Frische Kräuter machen selbst ein einfaches Brot, eine Suppe oder eine Portion Nudeln gleich ein bisschen besonderer. Dafür braucht man weder einen großen Garten noch einen grünen Daumen mit Diplom. Eine helle Fensterbank reicht für den Anfang vollkommen aus.
Und falls eine Pflanze trotzdem nicht überlebt: Das ist kein persönliches Versagen. Manchmal hat Basilikum einfach sehr eigene Vorstellungen vom Leben.
Welche Kräuter eignen sich für die Wohnung?
Für einen kleinen Kräutergarten auf der Fensterbank sind besonders geeignet:
Schnittlauch: unkompliziert und vielseitig
Petersilie: mag es hell, aber nicht zu heiß
Basilikum: braucht viel Licht und Wärme
Minze: wächst schnell und duftet herrlich
Thymian: kommt mit etwas weniger Wasser aus
Rosmarin: liebt Sonne und mag keine nassen Füße
Starte am besten mit zwei oder drei Sorten, die du auch wirklich gern verwendest. Zehn Kräutertöpfe sehen zwar beeindruckend aus, möchten aber alle gegossen werden.
Der richtige Platz
Die meisten Küchenkräuter mögen einen hellen Standort. Eine Fensterbank mit viel Tageslicht ist deshalb ideal.
Basilikum, Thymian und Rosmarin freuen sich über Sonne. Petersilie, Schnittlauch und Minze kommen auch mit etwas weniger direktem Sonnenlicht zurecht.
Im Winter kann es direkt an der Fensterscheibe allerdings kalt werden. Stelle empfindliche Pflanzen dann ein kleines Stück weiter ins Zimmer.
Töpfe mit Abfluss verwenden
Die Kräutertöpfe sollten unten kleine Löcher haben, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Stelle sie auf einen Untersetzer oder in einen passenden Übertopf.
Ohne Abfluss sammelt sich das Wasser an den Wurzeln. Kräuter mögen regelmäßiges Trinken – aber sie möchten nicht dauerhaft darin baden.
Richtig gießen
Prüfe vor dem Gießen mit dem Finger, ob die obere Erdschicht trocken ist. Fühlt sie sich noch feucht an, kannst du etwas warten.
Basilikum und Minze benötigen meist häufiger Wasser. Rosmarin und Thymian mögen es dagegen lieber etwas trockener.
Gieße möglichst direkt auf die Erde und nicht über die Blätter. Wasser, das nach einiger Zeit noch im Untersetzer steht, solltest du wegschütten.
Kräuter aus dem Supermarkt retten
Die kleinen Kräutertöpfe aus dem Supermarkt sind praktisch, aber oft sehr dicht bepflanzt. Viele einzelne Pflanzen teilen sich darin wenig Erde und noch weniger Platz.
Du kannst den Wurzelballen vorsichtig in zwei oder drei Teile trennen und die Pflanzen in größere Töpfe setzen. Mit frischer Kräutererde, Licht und ausreichend Platz halten sie häufig deutlich länger.
Regelmäßig ernten
Das Ernten fördert bei vielen Kräutern das Wachstum. Schneide aber nicht sofort die ganze Pflanze kahl, sondern nimm immer nur einen Teil.
Beim Basilikum schneidest du am besten ganze Triebspitzen knapp oberhalb eines Blattpaares ab. So kann sich die Pflanze verzweigen und buschiger wachsen.
Ein kleines Kräuterprojekt für den Anfang
Für deinen ersten Indoor-Garten brauchst du nicht viel:
zwei oder drei Kräuter
passende Töpfe mit Abfluss
Untersetzer
Kräutererde
einen hellen Platz
Beginne zum Beispiel mit Schnittlauch, Petersilie und Basilikum. Damit kannst du Salate, Suppen, Kartoffeln, Pasta und viele andere Gerichte verfeinern.
Ein kleiner Kräutergarten bringt nicht nur frische Zutaten in die Küche. Es macht auch Freude, morgens nachzusehen, ob ein neues Blatt gewachsen ist. Und spätestens beim ersten selbst geernteten Basilikum fühlt man sich ein kleines bisschen wie ein erfolgreicher Gärtner – auch wenn der gesamte Garten auf eine Fensterbank passt.

Kommentare
Kommentar veröffentlichen